Kinderphysiotherapie

 

Kinder sind keine kleinen Erwaschsene, deshalb nehmen sie in der Physiotherapie auch einen ganz besonderen Platz ein.

Vom Neugeborenen bis zum Jugendlichen gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Entwicklung positiv zu beeinflussen, z.B. bei

  • Schreikindern, die oft nach der Geburt Spannungen im Körper haben
  • Trinkschwierigkeiten
  • Asymmetrien
  • Entwicklungsverzögerungen
  • drohenden Bewegungsstörungen
  • Gangstörungen
  • Beinachsenabweichungen und Fußdeformitäten
  • Schwierigkeiten bei Mundmotorik und Sprache
  • Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichenUrsachen
  • Haltungsschäden
  • Kopfschmerzen

Nach einer sorgfältigen Befunderhebung stellen wir einen individuelles Behandlungsplan auf und gegebenenfalls ein häusliches Übungsprogramm.

 

Mehr zum Video: Was macht einen gesunden Bewegungsapparat aus?

 

Unter anderem erstellen wir auch Videoanalysen zur Dokumentation des Behandlungsfortschritts und der Entwicklung des Kindes.

Zur Unterstützung des häuslichen Übungsprogrammes kann auch eine individuelle Video-CD mit Ihren Übungen erstellt werden.

 

Cranio-Sacral Therapie bei Kindern

 

Diese von Dr. John Upledger entwickelte sanfte, manuelle osteopahische Behandlungsmethode unterstützt auf einfache Weise die körpereigenen Regulationskräfte innerhalb des CranioSacralen Systems.

Da das Zentralnervensystem (ZNS) im CranioSacralen Sstem eingebettet ist, kann ein Spannungsungleichgewicht innerhalb des Systems zu einer Vielfalt von sensorischen,motorischen oder neurologischen Störungen führen.

Festigkeiten in den Schädelnähten können zu Asymmetrien und Schädeldeformitäten führen. Sie können z.B mit Kopfschmerz, Aggressivität, Hyperaktivität oder auch mit Trinkschwierigkeiten,Verdauungsproblemen und Schlafstörungen ("Schreikinder") einhergehen.

Wir verwenden dazu eine leichte Berührung- im Allgemeinen nicht mehr als 5 Gramm- und unterstützen auf diese Weise die körpereigenen Kräfte bei der Regulation von Spannungen innerhalb des CranioSacralen Systems. Emotionen können gelöst und so das seelische Gleichgewicht wieder hergestellt werden.

 

 

Das Vojta-Prinzip

 

Der Neurologe Prof. Vojta hat herausgefunden, dass man die Bewegungszentren im kindlichen Gehirn positiv beeinflussen kann,um die Körperhaltung und Bewegung von Kindern dauerhaft zu verbessern. Ziel ist das Erreichen einer idealen Motorik Ihres Kindes. Ein frühzeitig auf die Bedürfnisse Ihres Kindes abgestimmtes Übungsprogramm wird zu Beginn der Behandlung erstellt und im weiteren Verlauf fortentwickelt. Hierzu werden die gewünschten Bewegungsmuster aus der Bauch-Rücken- und Seitenlage aktiviert. So kann man bereits bei Kleinstkindern eine wirksame und schmerzfreie Behandlung vornehmen.

Wir haben Einfluß auf :

  • Die Skelettmuskulatur: die Wirbelsäule streckt sich, die Kopfbewegung wird freier, die Stützfunktion geübt, die Koordination verbessert.
  • Die Gesichts- und Mundmuskulatur: Saugen,Schlucken und Sprachmotorik werden angebahnt.
  • Die Atemfunktion: Vertiefung der Atmung, Entfaltung des Brustkorbes.
  • Das vegetative Nervensystem: Verbesserung des Schlaf-Wach-Rhythmus und der Verdauung
  • Die Wahrnehmung: die Gleichgewichtsreaktionen werden verbessert ,die Körperwahrnehmung bewußter und die Konzentrationsfähigkeit ausdauernder. Das Kind hat die Möglichkeit, die neuen Bewegungsmuster auszuprobieren,seine Umwelt zu entdecken und besser wahrzunehmen.

Die Eltern werden angeleitet, das kurze Üngsprogramm 1-4-mal täglich durchzuführen. Dadurch wird erreicht, dass das Kind den ganzen Tag über verbesserte Haltungs- und Bewegungsmuster hat.

 

Bobath

 

Dres. Bertha und Karel Bobath entwickelten ein Behandlungskonzept für bewegungsgestörte Menschen. Es basiert auf der Entwicklung der Hirnfunktionen und zeichnet sich durch seinen ganzheitlichen Ansatz aus.

Die Behandlung wird so alltagsnah wie möglich durchgeführt, bzw. in Bereichen des täglichen Lebens (Körperpflege, Tragen, Füttern, etc.) direkt übernommen.

Ziel der Arbeit ist es, ein Kind in der Entwicklung seiner individuellen Persönlichkeit, Selbstständigkeit und Handlungskompetenz unter Wahrung seines Wohlbefindens zu unterstützen.

 

Myofasciale Release Techniken

 

Myofasciale Release Techniken können bei Kindern angewandt werden zur Beseitigung von Spannungen im Bereich der Muskeln, Fascien (Häute der Muskeln) und anderen Bindegewebsstrukturen.

Bei Spastik führt das oft schnell zu einer Tonusregulierung (Entspannung). Außerdem können über myofasciales Lösen Dysfunktionen in Gelenken aufgehoben werden.

 

Manuelle Therapie bei Säuglingen und Kindern

 

Die Manuelle Therapie ist geeignet zur Erkennung und Behandlung von Funktionsstörungen an Gelenken des Haltungs- und Bewegungssystems, oft als Geburtsfolge. Bei Säuglingen führt die Störung der feinen Gelenkmechanik an der oberen Halswirbelsäule auch zu einer neurologischen Komponente mit Auswirkungen auf myofasciale, viscerale und zentralnervöse Funktionen, d.h. es kann zu Trinkschwierigkeiten, Blähungen, Asymmetrien, Muskeltonusstörungen, Schwitzen, Apathie oder Unruhe und Schlafstörungen kommen.

Auch Funktionsstörungen an anderen Wirbelsäulenabschnitten verursachen Störungen der Haltungs- und Bewegungssteuerung - oftmals an Übergangsregionen, wie z.B. das Iliosacralgelenk. Die Behandlung erfolgt durch sanfte Mobilisationsgriffe.

Es ist wichtig während der kindlichen Entwicklung darauf zu achten, dass sich der Bewegungsapparat symmetrisch entwickelt. Dies ist Vorraussetzung dafür, dass sich Bewegungen harmonisch von den Kopfgelenken bis zu den Füßen fortpflanzen können.

 

 

Mehr zum Video: Was macht einen gesunden Bewegungsapparat aus?